Wir haben diesen Hub entwickelt, um Ihnen als Firmeninhaberin, Unternehmer oder Serviceanbieter in der Schweiz eine verlässliche Anlaufstelle zu schaffen https://aeas-gaes.ch/. Ob Sie eine Firma etablieren, Ihr vorhandenes Geschäft digitalisieren oder die geeigneten kantonalen Rahmenbedingungen gegenüberstellen möchten – wir bieten geprüfte Informationen, praxisorientierte Einblicke und neueste Orientierungshilfen. Unser Fokus liegt auf der Schweizer Realität: mit ihren vier Sprachen, den föderalen Strukturen, der starken KMU-Kultur und einem Dienstleistungssektor, der über 70 Prozent der Wertschöpfung ausmacht. Dabei stützen wir auf eigene Recherchen, Gespräche mit Branchenkennern und offizielle Quellen ab, damit Sie gut begründete Entscheidungen treffen können. Hier entdecken Sie kein oberflächliches Allgemeinwissen, sondern detaillierte Erklärungen zu Abläufen, Kosten, Fristen und Ansprechpartnern – stets mit Augenmerk auf den Wirtschaftsstandort Schweiz.
Bank- und Finanzdienstleistungen für Unternehmen
Die Schweizer Bankenlandschaft bietet eine Auswahl an Optionen, die gezielt auf kleine und mittlere Firmen abgestimmt sind. Neben den beiden Grossbanken haben die Kantonalbanken eine wichtige Rolle, denn sie sind oft stark regional verbunden und gewähren auch jungen Unternehmen Kredite, wenn das Geschäftsmodell plausibel ist. Für den täglichen Zahlungsverkehr stellen E-Banking-Plattformen inzwischen Standard, und viele Anbieter binden ein Schnittstellen zu Buchhaltungsprogrammen wie Abacus oder Bexio. Unser Hub stellt gegenüber die Konditionen für Geschäftskonten, erläutert, wann Factoring oder Leasing sinnvoller sind als ein klassischer Bankkredit, und beschreibt, wie Sie von Bürgschaften der kantonalen Bürgschaftsgenossenschaften profitieren können. Auch das Thema Digital Payment – von Twint bis zu mobilen Bezahllösungen – ist immer bedeutender für Dienstleister, die ihre Rechnungsstellung aktualisieren wollen.
Regionalbanken, Fintechs und alternative Finanzierung
Während die Kantonalbanken durch ihre Staatsgarantie eine hohe Sicherheit sichern, drängen zunehmend Fintech-Unternehmen mit spezialisierten Angeboten auf den Markt. Plattformen für Crowdlending, digitale Rechnungsfinanzierung oder automatisiertes Cash-Management bieten Dienstleistern einen schlankeren Zugang zu Liquidität. Wir haben für Sie die wichtigsten Anbieter in der Schweiz präsentiert und zeigen, welche Regulierung durch die FINMA dahintersteckt. Besonders spannend ist die Entwicklung bei Embedded Finance: Immer mehr Buchhaltungs- und ERP-Systeme stellen bereit direkt integrierte Zahldienste und Kreditlinien an. Das spart Zeit, verlangt aber eine sorgfältige Prüfung der Datensicherheit. Unser Rat: Holen Sie bei komplexeren Finanzierungen mindestens zwei Offerten ein und beauftragen Sie die Vertragsbedingungen von einem Treuhänder prüfen, bevor Sie langfristige Verpflichtungen eingehen.
Steuern, MWST und Sozialabgaben
Das Schweizer Steuersystem ist in drei Ebenen aufgebaut: Bund, Kantone und Gemeinden verlangen direkte Steuern auf Gewinn und Kapital, hinzu kommen Verrechnungssteuer und Mehrwertsteuer. Für Dienstleister ist besonders die MWST wichtig, denn sobald der jährliche Umsatz aus steuerbaren Leistungen die Grenze von 100&nsp000 Franken übertrifft, entsteht die obligatorische Registrierungspflicht. Wer unter dieser Limite bleibt, kann sich freiwillig eintragen lassen, etwa um Vorsteuern abziehen zu können. Wir veranschaulichen Ihnen die Unterschiede zwischen effektiver und Saldosteuersatz-Methode und wann eine Gruppenbesteuerung zweckmässig ist. Zudem beleuchtet unser Hub die Sozialversicherungen – AHV, IV, EO und ALV – und wie sich Beiträge für Selbständige und Angestellte berechnen. Ein zentrales Thema sind auch die Pensionskassenpflicht und die obligatorische Unfallversicherung, die bei Dienstleistungspersonen oft Unsicherheiten hervorruft.
MWST-Pflicht, Abrechnungsmethoden und Fallstricke
Die tatsächliche Abrechnungsmethode benötigt eine genaue Buchhaltung aller Vorsteuern, ermöglicht aber eine exakte Entlastung. Die Saldosteuersatzmethode arbeitet mit sektorspezifischen Pauschalen und ist weniger aufwändig, passt jedoch nur bei einem Umsatz bis rund 5,5 Millionen Franken und einem jährlichen Steuerbetrag unter 108&nsp000 Franken. Für Dienstleister, die viele vorsteuerbelastete Ausgaben haben – etwa IT-Infrastruktur oder Mieten – kann die effektive Methode besser sein. Unser Hub listet die gängigen Saldosätze für Beratung, Reinigung oder Transport auf und macht auf typische Fehler aufmerksam: zum Beispiel die falsche Behandlung von Leistungen im Ausland oder die verspätete Abgabe der Abrechnung, die zu Verzugszinsen führen kann.
Alters- und Hinterlassenenversicherung, FAK und familienexterne Hilfen
Selbstständige müssen sich binnen eines Monats nach Aufnahme der Tätigkeit bei der kantonalen Ausgleichskasse registrieren. Die Beiträge werden aufgrund auf dem letzten Einkommens taxiert und später definitiv verrechnet. Wichtig für Dienstleistungsfirmen: Wer Angestellte im Stundenbasis beschäftigt, wie Reinigungsmitarbeiter oder Hilfskräfte im Gastgewerbe, fällt oft dem reduzierten Abrechnungsverfahren. Wir schildern, wie die Kinderzulagen geregelt sind und welche Art von Förderung es für unternehmensbezogene Kinderbetreuungsangebote gibt. Zudem konzentrieren wir uns auf die Besonderheiten bei Grenzpendlern, die in der Schweiz tätig sind, aber im Ausland leben – hier sind Doppelbesteuerungsverträge und die Unterstellung unter das schweizer Sozialversicherungsystem eine zentrale Bedeutung für korrekte Lohnabrechnungsprozesse.
Umweltbewusstsein und CSR im hiesigen Geschäftsumfeld
Corporate Social Responsibility ist in der Schweiz längst kein Nischenthema mehr. Zunehmend mehr Auftraggeber fordern von Dienstleistern Nachweise über Umweltmanagement, soziale Arbeitsbedingungen und ethische Unternehmensführung. Mit der Annahme des indirekten Gegenentwurfs zum CO2-Gesetz und den steigenden Berichtspflichten für grössere Firmen steigt der Druck auf die gesamte Lieferkette. Unser Hub zeigt Ihnen, welche Kennzeichnungen und Standards in der Schweiz gelten – von Swiss Climate über die ISO 14001 bis zu den Vorgaben des Bundesamts für Umwelt. Wir erläutern, wie Sie eine einfache CO2-Bilanz für Ihren Betrieb anfertigen, welche Förderprogramme es für Energieeffizienz in Bürogebäuden vorhanden sind und wie Sie mit glaubwürdiger Kommunikation Greenwashing vermeiden. Denn auch in der Schweiz achten Konsumenten und Geschäftskunden immer mehr darauf, ob ein Dienstleister seine Werte wirklich lebt.
Förderinitiativen und Berichtspflichten anwendungsorientiert
Das Fördersystem in der Schweiz ist ebenso vielfältig wie die Staatsstruktur: Neben dem Bund stellen bereit Kantone, Gemeinden und Energieversorger Zuschüsse für Gebäudesanierungen, energieeffiziente Geräte oder nachhaltige Mobilitätskonzepte an. Für Dienstleister, die im Auftrag anderer Firmen arbeiten, wird es außerdem wichtiger, die indirekten CO2-Emissionen zu dokumentieren, weil grosse Unternehmen ab 2025 stufenweise umfassende Klimaberichte vorlegen müssen. Wir empfehlen, bereits jetzt ein einfaches Monitoring aufzusetzen, das mindestens Stromverbrauch, Heizenergie und Geschäftsreisen registriert. Die Programme der Stiftung Klimarappen und von Swisslos werden oft übersehen, bieten aber einen praktischen Einstieg in die freiwillige Kompensation. Unser Hub beinhaltet eine aktualisierte Liste der wichtigsten Anlaufstellen, samt den jeweiligen Eingabefristen und den typischen Fördersätzen, die zwischen 20 und 50 Prozent der Investitionskosten betragen können.
Verwaltungsdigitalisierung und Online-Behördendienste
Die Digitalisierung der Verwaltung schreitet in Bund und Kantonen zügig voran. Dienste wie EasyGov.swiss, das offizielle Unternehmensportal des Bundes, bieten eine einheitliche Abwicklung vieler Behörengänge – von der Handelsregisteranmeldung über die MWST-Anmeldung bis zur Beantragung von Arbeitbewilligungen. Für Dienstleister, die ihre Kunden bei administrativen Prozessen helfen, stellt dies eine erhebliche Erleihterung, weil sich Schnittstellen und Formulare zunehmend vereinheitlichen. Wir präsentieren, wie Sie ein Konto auf EasyGov einrichten, welche Dienste bereits volldigital verfügbar sind und wo nach wie vor Papier unterschriften nötig sind. Ein echter Fortschritt ist die SwissID, die als amtlich anerkanntes Login für viele Portale dient und den Identitätsnahweis ohne physische Präsenz erlaubt. Zugleich warnen wir vor zu hohen Erwartungen: Nicht alle Kantone haben ihre Prozesse gleichermaßen schnell digitalisiert, und mancherorts müssen Sie weiterhinn mit verschiedenen Fisten rechnen.
EasyGov, SwissID und eUmzug – praktisscher Nutzen
EasyGov vereint mehr als 30 Behördengänge unter einer Oberfläche. Sie können eine GmbH gründen, Mutationen im Handelsregister vornehmen, Arbeitsbescheinigungen anfordern und sogar Baubewilligungen einreichen, ohne zwischen verschiedenen kantonalen Portalen wechseln zu müssen. Die SwissID funktioniert als digitaler Pass: Einmal registriert, loggen Sie sich bei Bund, Kantonen und mittlerweile auch einigen Gemeinden ein, ohne ständig neue Benutzernamen und Passwörter zu verwalten. Der eUmzug gestattet es Privatpersonen, ihre Adressänderung bei der Einwohnerkontrolle, der Post und weiteren Stellen auf einen Schlag zu melden. Für Firmen, die Umzugsservices oder Relocation-Dienste anbieten, ist die Integration in diese Ablaufkette ein deutliches Verkausargument. Wir beschreiben die technischen Bedingungen und die Schrite, um Ihr Unternehmen als zertifizierten Dienstanbieter an die Plattformen anzubinden.
Jobmarkt und Personalwesen
Der eidgenössische Beschäftigungsmarkt ist eng, die Arbeitslosigkeit typischerweise gering, und der Wettbewerb um Experten in Dienstleistungsbranchen wie IT, Beratung oder Pflege ist intensiv. Das hat unmittelbare Auswirkungen auf Personalgewinnungsstrategien, Entlohnungsstrukturen und die Art, wie Betriebe ihre Anziehungskraft als Arbeitgeberin darstellen. Wir untersuchen die unterschiedlichen Aufenthaltsarten für ausländische Spezialisten – Kurzaufenthalter L, Aufenthalter B, Grenzpendler G und Niedergelassene C – und erklären, wann das Inländervorrangprinzip angewendet wird und welche Lohn- und Arbeitsverhältnisse eingehalten werden müssen. Genauso relevant ist die Kenntnis der Gesamtarbeitsverträge, die in vielen Bereichen wie Gastgewerbe, Reinigungsbranche oder Personalverleih Mindestlohn, Spesenregelungen und Arbeitszeiten obligatorisch regeln. Wer diese Regeln nicht beachtet, gefährdet nicht nur Bussen, sondern auch Rufschäden.
Einstellung, Grenzgängerinnen und Lohnnebenkosten
Die Beschäftigung von Grenzpendlern aus Italien, Deutschland, Frankreich oder Österreich ist in Grenzbezirken wie Tessin, Genf oder Basel üblich. Seit der vollständigen Personenfreiizügikeit mit der EU bestehen vereinfachte Regelungen, aber die Genehmigungsverfahren sind weiterhin an Fristen und Kontingente gebunden. Wir erklären, wie Sie als Unternehmen die Anmeldung beim kantonalen Arbeitsmarktamt tätigen und welche Arbeitgeberkosten Sie berücksichtigen müssen – von den AHV-Beiträgen über die Pensionskasse bis zur Unfallversicherung. Die gesamten Arbeitgeberkosten belaufen sich in der Schweiz je nach Sektor und Alter der Mitarbeitenden zwischen 15 und 25 Prozent des Bruttoentgelts. Unser Hub präsentiert Ihnen zudem die gängisten Jobportale gegenüber und zeigt, warum individuelle Empfehlungen und lokale Kontakte in der Schweizer KMU-Welt oft die beste Quelle für neue Talente sind.
Gesellschaftsformen und Gründungsschritte in der Schweiz
Die Auswahl der Rechtsform ist eine der frühesten und ebenso folgenreichsten Entscheidungen für jede unternehmerische Betätigung. In der Schweiz sind vor allem die Einzelfirma, die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) und die Aktiengesellschaft (AG) im Fokus. Jede dieser Formen hat divergierende Folgen für Haftung, Kapitalanforderungen, Buchhaltung und Sozialversicherungsbeiträge. Wir veranschaulichen Ihnen nicht nur die konzeptionellen Abweichungen, sondern auch den realen Ablauf: von der Sicherung des Firmennamens über die notarielle Beurkundung bis zum Registrierung im Handelsregister. Ein oft übersehener Gesichtspunkt sind die kantonsspezifischen Unterschiede bei Gebühren und Abwicklungszeiten, die schnell einige Hundert Franken ausmachen können. Unser Hub führt Sie durch den gesamten Ablauf und liefert Ihnen konkrete Prüflisten an die Hand, damit sie keine Deadline versäumen.
Einzelunternehmen vs. GmbH vs. AG – praktische Unterschiede
Die Einzelfirma als Rechtsform ist schnell gegründet und passt für Freischaffende und kleine Dienstleistungsbetriebe, bringt jedoch das Gefahr der unbeschränkten persönlichen Haftung. Die GmbH benötigt ein Startkapital von wenigstens 20&nsp000 Franken, von dem bei Gründung nur die Hälfte des Betrags entrichtet sein hat, und beschränkt die Haftung auf das Gesellschaf tsvermögen. Die AG setzt mit 100&nsp000 Franken Mindeststammkapital höher, bietet dafür bei Banken und Handelspartnern oft größeres Ansehen. Für Dienstleistungsunternehmen, die wachsen möchten, ist die AG meistens die beste Option, weil sich Geschäftsanteile einfacher übertragen lassen. Wir em pfehlen, nicht allein die Gründungskosten zu berücksichtigen, sondern auch den fortlaufenden Verwaltungsaufwand – etwa die Pflicht zur ordentlichen Prüfung bei der AG ab einer festgelegten Größe – mit zu berücksichtigen.
Prüfliste für die Gründung Schritt für Schritt
Auf Grund unserer langjährigen Beobachtungen haben wir eine praxisorientierte Ablauffolge entwickelt. Zuerst klären Sie die Geschäftskonzept und kontrollieren die Unternehmensname über den zentralen Firmenindex Zefix. Danach reservieren Sie den Namen, verfassen die Gründungsdokumente und veranlassen die Unterschriften notariell beglaubigen – abgesehen von bei der Einzelfirma, die direkt beim Handelsregisteramt registriert. Nach der Hinterlegung des Kapitals auf einem Sperrkonto empfangen Sie die definitive Eintragung und die MWST-freie Eröffnung kann anlaufen. Nebenbei melden Sie sich bei der AHV-Ausgleichskasse und tätigen die nötigen Versicherungen ab. Wir erläutern Ihnen, wo Sie die nötigen Formulare bekommen, welche Gebühren auftreten und wie lange die Ämter heute durchschnittlich für die Bearbeitung aufwenden – oft zwischen fünf und fünfzehn Werktagen je nach Kanton.
Standortfaktoren und Kantonsvergleich
Kein weiterer Staat in Europa hat eine solche Vielzahl an unterschiedlichen Standortbedingungen auf begrenztem Areal wie die Schweiz. Die kantonale Autonomie in Steuerfragen, Bildung und Standortförderung bewirkt, dass sich die tatsächliche Gewinnsteuerbelastung um mehr als zehn Prozentpunkte unterscheiden kann. Für Dienstleistungsunternehmen, die keineswegs zwingend an einen Produktionsstandort gekoppelt sind, ist die Standortwahl damit ein wirkliches Optimierungsthema. Wir stellen gegenüber nicht nur die Steuerbelastung, sondern auch Aspekte wie die Verfügbarkeit von Büroflächen, die Breitbandversorgung, die Nähe zu internationalen Flughäfen und die Lebensqualität für Angestellte. Besonderes Gewichtung kommt den kantonalen Förderbehörden zu, die Neugründungen mit Beratung, Steuererleichterungen oder sogar zinsfreien Darlehen fördern. Unser Hub gibt Ihnen eine Grundlage an die Hand, um zehn Kantone nach Ihren eigenen Kriterien zu bewerten.
Steuergünstige Kantone und ihr Dienstleistungsmix
Kantone wie Zug, Schwyz und Nidwalden sind bekannt für ihre tiefen Gewinnsteuersätze, aber der reine Steuersatz ist nur ein Element des Bildes. Zug hat eine ausgezeichnete Erreichbarkeit und eine hochmoderne Finanz- und IT-Infrastruktur, während Schwyz besonders für Holding- und Lizenzgesellschaften interessant ist. Im Kanton Waadt hingegen profitiert man vom Forschungs- und Innovationsökosystem rund um die EPFL, was für technikaffine Serviceanbieter ein wesentlicher Vorteil sein kann. Wir empfehlen, nicht nur die ordentliche Gewinnsteuer zu analysieren, sondern auch die Kapitalsteuer und allfällige Abzüge für Forschung und Entwicklung, die einige Kantone anbieten. Zudem sollten Sie die Höhe der amtlichen Kosten – etwa für Baubewilligungen oder Betreibungen – in Ihren Vergleich einbeziehen, denn diese können bei einer Expansion stark ins Gewicht fallen.
Die hiesige KMU-Landschaft im Überblick
Kleine und mittlere Unternehmen stellen dar die Basis der Schweizer Wirtschaft. Über 99 Prozent aller Betriebe gehören zu den KMU, und sie haben rund zwei Drittel der Arbeitnehmenden beschäftigt. Diese Struktur kommt nicht von ungefähr, sondern Produkt einer bewusst fragmentierten Wirtschaftspolitik, einer soliden Berufsbildung und gut ausgebauter regionaler Ökosysteme. Als Hub zeigen wir Ihnen, welche Branchen in welchen Landesteilen dominieren, wie die Unternehmensdichte schwankt und welche Rolle Familienbetriebe, Start-ups und Freiberufler in der lokalen Struktur spielen. Wenn man versteht, wie tief die KMU mit den regionalen Wertschöpfungsketten verbunden sind, kann Geschäftschancen wesentlich genauer einschätzen – sei es bei der Suche nach Zulieferern, bei der Wahl des Standorts oder bei der Kalkulation von Marktpotenzialen in der deutschen Schweiz, der Romandie oder im Tessin.
Regionale Cluster und Branchenvorteile
Die Schweiz kennt keine einheitliche Wirtschaft, sondern mehrere starke Cluster. Im Grossraum Zürich konzentrieren sich Finanzdienstleistungen, IT und Life Sciences, während die Nordwestschweiz rund um Basel ein weltweit führender Pharmastandort ist. Die Zentralschweiz lockt mit tiefen Steuersätzen und einer gut ausgebauten Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie, während das Tessin als Brücke nach Italien hauptsächlich in den Bereichen Mode, Logistik und Lifestyle-Dienstleistungen glänzt. In der Romandie dagegen vereinen sich Medizintechnik, Uhrenindustrie und eine aktive Startup-Szene. Unsere Analysen helfen Ihnen, diese Cluster zu begreifen und zu abwägen, ob eine Nähe zu Forschungseinrichtungen, spezialisierten Arbeitskräften oder Kundenstämmen für Ihr Dienstleistungsangebot relevanter ist als steuerliche Gesichtspunkte.
Stellenwert der KMU für den Jobmarkt
Vier von fünf Lernenden im Schweizer Bildungssystem machen ihre Ausbildung in einem KMU. Das duale Berufsbildungssystem arbeitet nur deshalb so gut, da Tausende kleiner Betriebe jedes Jahr in die Nachwuchsförderung stecken. Zugleich sind KMU für zwei Drittel aller Arbeitsstellen maßgeblich und stellen auch in konjunkturell schwierigen Phasen eine außergewöhnliche Beschäftigungsstabilität garantiert. Für Dienstleister heißt das konkret: Wer Rekrutierung, Personalvermittlung oder Weiterbildungsangebote entwickelt, sollte die Bedürfnisse dieser Betriebe präzise kennen. Sie handeln anders als Grosskonzerne – weniger formell, rascher in der Entscheidungsfindung, aber oft mit begrenzteren Personalbudgets. Wir demonstrieren, wie Sie Ihre Serviceangebote auf diesen eigenen Rhythmus anpassen und warum persönliche Empfehlungen in diesem Umfeld wichtiger sind als grosse Werbekampagnen.
So bleiben Sie jederzeit über Veränderungen informiert
Weil sich Gesetze, Termine und Fördervoraussetzungen ständig verändern, haben wir für Sie einen Benachrichtigungsservice und regelmäßige Updates in unserem Hub implementiert. Wir überwachen die Überarbeitungen des Obligationenrechts, Tarifänderungen bei den Sozialversicherungen und neue kantonale Steuervorlagen, die Einflüsse auf die Standortqualität haben. Zudem analysieren wir die Weiterentwicklung des elektronischen Rechtsverkehrs, die zunemend auch für Dienstleistungsunternehmen relevant wird, wenn es um Inkasso oder Auseinandersetzungen aus Werkverträgen geht. Unsere Analysen sind bewusst so gestaltet, dass Sie sie binnen nützlicher Frist in Ihre Geschäftsentscheidungen einfliessen lassen können. Abonnieren Sie unseren Kanal, und Sie erahlten jedes Quartal eine kompakte, priorisierte Übersicht mit den fünf wichtigsten Änderungen, die Ihre tägliche Arbeit als Dienstleister in der Schweiz angehen – ohne Ballast und ohne Werbefloskeln.
Verbindungen, Organisationen und Fördergelder
In der Schweiz gibt es ein engmaschiges Geflecht von Industrieverbänden, regionalen Industriekammern und öffentlichen Förderstellen, das vielfach ignoriert wird. Wer in diesem Umfeld bewegt, zieht Vorteile von Frühwarnungen über Gesetzesänderungen, Vermittlung von Geschäftskontakten und Zugriff zu Fördergeldern, die nicht offen ausgeschrieben werden. Wir zeigen Ihnen die bedeutendsten Institutionen vor – von economiesuisse über den Gewerbeverband bis zu den lokalen Handelskammern – und erklären, welche Mitgliedschaftsoptionen sich für mittelständische Dienstleister wirklich rentieren. Ein besonderes Schwerpunkt setzen wir auf Innosuisse, die Schweizerische Agentur für Innovationsförderung, die Vorhaben von Start-ups und bestehenden Betrieben mitfinanzieren kann, ohne dass Sie eigenes Kapital abgeben müssen. Unser Hub beschreibt die Einreichung, übliche Dauern und die Anforderungen, die ein Projekt vorweisen muss.
Innovationsförderung, regionale Unternehmensförderung und Start-up-Beratung
Innosuisse unterstützt wissensorientierte Neuerungen mit Beträgen, die sich nach Projektvolumen und Kooperationsanteil orientieren. Das Instrument ist geeignet hervorragend für Unternehmen, die eine digitale Plattform aufbauen oder einen innovativen technikgestützten Dienst auf den Markt bringen wollen, denn es übernimmt bis zu 100 Prozent der Entwicklungskosten der institutionellen Wissenschaftspartner. Die regionalen Wirtschaftsförderungsstellen vervollständigen dieses Angebot mit kostengünstigen Beratungsschecks, Bürgschaften und Starthilfen. Im Kanton Zürich etwa existiert das Programm «Zürich vitrine», im Kanton Bern das «Berner Starthilfeprogram». Wir haben die Ansprechpartner gesammelt und stellen Ihnen Vorlagen an die Hand, mit denen Sie eine Erstanfrage abfassen können. Insbesondere in der ersten Phase ist es kritisch, den passenden Ansprechpartner zu finden, denn viele Förderprogramme haben begrenzte Antragsfristen und erwarten einen umfassenden Vorhabensbeschreibung.